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Logotherapie
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September 2010
In der freien Zeit des Sommers beherzigte ich die Idee mehr Biografien zu lesen. Diese Art des Lesens bringt mir Menschen anders näher, als ich sie z. B. vom Film kenne. Biografien sind für mich eine besondere Bereicherung die Welt mit den Augen anderer entdecken zu dürfen. Außerdem schwingt in jeder Biografie die Zeit mit, in der jener Mensch gelebt hat. Nach den vielen Jahren, denen ich mich den Inhalten der Existenzanalyse und Logotherapie widmen durfte, begegneten mir Inhalte der Logotherapie in vielen anderen Werken, die gar nichts mit Therapie zu tun haben. Das, was uns Viktor E. Frankl hinterlassen hat ist ein großer Wert für unsere Zeit. Ich habe im Sommer die wunderbare Entdeckung gemacht, dass im Menschenbild der Logotherapie die ganze Vielfalt und Komplexität des Menschen zur Entfaltung kommt - das Wunderbare und Schreckliche des Lebens verstehbar werden kann. Wer sich wirklich einlässt, der wird durch die Berührung mit der Logotherapie verändert. August 2010
Seit einigen Jahren genieße ich im Sommer nicht nur Seen, sondern bemühe mich "meine Stimme zu befreien". Die Faszinition von Schauspiel und Theater hat mich schon als Kind erfasst und HörCDs mit berührenden Stimmen gehören für mich zur Erholung. Meine Freude war groß, als mich der ORF informierte, dass mein Vortrag von den Goldegger Dialogen in der Reihe Focus am 31. Juli aus dem Landesstudio Vorarlberg gesendet wird. Die Freude am Gestalten der Sprache und das Bewusstwerden, wie wesentlich der Atem ist, wird mir hoffentlich nicht so schnell verloren gehen. Meinen Vortrag "Humor - das Trotzdem der Lebenskraft" gibt es auf CD im Schloss Goldegg, Salzburg zu erwerben. Juli 2010
Vorträge und Seminare zum Thema Humor zu gestalten ist eine Seite. Für manche Menschen wird diese Seite nach außen sichtbar . Die andere Seite ist meine spürbare "Innenseite". Den obigen Gedanken von Hermann Hesse habe ich auf einem Kalenderblatt gelesen. Sofort spürte ich in mir innere Zustimmung und freute mich einmal mehr, dass ich immer wieder Ähnlichkeiten bei Menschen finde, die schon gelebt haben. Auf diese Weise werden Bücher, Worte und Gedanken von Menschen zu persönlichen Tankstellen. Ganz ähnlich geht es mir mit dem Barmsee. Aufgrund des warmen Sommerwetters konnte ich schon oft meinen Körper im Wasser bewegen und die Freiheit des fast grenzenlosen Wassers genießen. "Heiterkeit ist immer das Anzeichen der Freiheit" meinte Friedrich Jünger, ein deutscher Schriftsteller. In diesem Sinne viel Freheit zur Heiterkeit . . . Juni 2010
Das Wunderbare des Lebens durfte ich aufgrund einer Einladung zu den Goldegger Dialogen auf Schloss Goldegg in Salzburg erleben. Eine Landschaft, in der Geist, Seele und Körper auftanken und ein herzliches Ambiente im ganzen Dorf waren die beste Voraussetzung für einen geglückten Vortrag: "Humor - das Trotzdem der Lebenskraft." Neben dem persönlichen Engagement braucht es Glück und vor allem den Segen von oben, wenn so ein Vorhaben gelingt. Sehr bereichernd war für mich die vier Arbeitskreise und die Begegnung mit vielen lebendigen und interessierten Menschen, die sich berühren ließen: vom Leben, vom Humor, von den Inhalten der Existenzanalyse und Logotherapie und von meiner Begeisterung. Für mich war und ist es wie ein Wunder . . . Mai 2010
Nun ist sie da - die neue CD von Reinhard Mey: "Mairegen". Seit bald vierzig Jahren begleiten mich seine Lieder und seine Texte und seine Ermutigung waren der schwierigste aber beste Erziehungsratgeber für meine Kinder. "Was keiner wagt, das sollt ihr wagen Im Sinne dieses Wagens habe ich mit engagierten Frauen aus unseren Lehrgängen für Logotherapie eine Beratungsstelle für Lehrerinnen und Lehrer gegründet. Leben statt überleben - mehr davon finden Sie auf unseren Internetseiten im Tilo - Tiroler Institut für Logotherapie. April 2010
Der Gedanke von Franz Kafka begleitet mich schon lange und er wird immer wesentlicher. Auf einer Fortbildung im März in Heidelberg erlebte ich in der Begegnung mit anderen Menschen wie sehr unser Erleben von dem geprägt ist, wohin wir unsere Aufmerksamkeit richten. Für mich sind und waren es immer wieder Menschen, deren Leben mich berührt und begeistert. Dietrich Bonhoeffer gehört zu jenen Menschen. Am 9. April jährt sich sein Todestag zum 65. Mal. Viele kennen ihn von seinem: "Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir getrost, was kommen mag:" Im Buch "Widerstand und Ergebung" finde ich sein Vertrauen in das Unzerstörbare eindrücklich geschildert. Die Brautbriefe von Maria von Wedemeyer und Dietrich Bonhoeffer bergen viel Unzerstörbares."Das Wesentliche wird uns geschenkt, wir brauchen uns darum jetzt keine Sorgen machen." Besonders dieser Satz von Maria von Wedemeyer erinnert mich daran, wie wesentlich es ist, diesem "Geschenk" Raum zu geben. Es sind Begegnungen mit Menschen, das Erwachen der Natur und das Geschenk den Wasserhahn aufdrehenzu können und unbesorgt das Tiroler Quellwasser genießen zu dürfen. Selbst stehe ich oft genug in der Versuchung auf das Wesentliche zu vergessen oder noch "dümmer" zu glauben, ich konnte das Wesentlliche "machen". Viel Mut beim Erleben des Wesentlichen, das uns geschenkt wird. März 2010 "Wer Humor besitzt, wirklichen Humor, dem darf man vetrauen." Dann gehen wir doch auf die Suche nach wirklich humorvollen Menschen. Manfred Hausmann, von dem dieser Gedanke stammt, muss ihnen begegnet sein, sonst kann er so einen Satz nicht schreiben. Es gibt diese Menschen und wir sollten ihnen mehr Mitspracherecht in unserer Welt geben. Februar 2010 "Das was hinter uns liegt und das, was von uns liegt sind Kleinigkeiten im Vergleich zu dem, was in uns liegt." Im Englischen Original lautet dieser Text "What lies behind us and what lies before us are smalle matters compared to what lies wihtin us." Er stammt von Ralp Waldo Emerson, einem amerikanischen Philosophen, dessen Texte ich immer wieder gerne lese. Durch seine Texte bin ich auf das Thema gekommen, dem ich mich heuer besonders widmen möchte: DAS VERTRAUEN. Wem traut man eigentlich, wenn man sich selbst vertraut? Dem Ursprung des eigenen Selbstvertrauens entgegen zu gehen ist eine sehr lohnende Herausforderung. Ich habe dabei Dinge entdeckt, die ich schon lange vergessen habe. Also jene Kleinigkeiten, die hinter mir liegen. Wenn dies Kleinigkeiten sind im Vergleich zu jenem, was in mir liegt - dann habe ich ja noch einiges zu tun. Jetzt freue ich mich, dass die Tage spürbar länger werden und Spaziergänge am Abend freundlicher. Jänner 2010 "Man muss sich nur auf das beschränken, Man denkt immer, das Leben und die große Bewährung, der man gewachsen sein möchte, beginne erst hinter dem blauen Horizont. Aber so ist es nicht: Dies alles hat bereits begonnen, und man steht mitten drin in dem Prozess." Diese Gedanken stammen aus einem Brief von Marion Gräfin Dönhoff aus dem Jahre 1981. Zu Ihrem 100. Geburtstag erschien im Dezember "Ein Leben in Briefen". Ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Lebensgeschichten interessieren. Wenn ich dieses Beschränken enst nehme, dann erleichtert es mich und befreit von übertriebenen Vorsätzen. Vorsätze für das neue Jahre habe ich keine - aber ich möchte mich wieder einem bestimmten Thema widmen. Im vergangenen Jahr war es der Mut. Daraus entstanden Vorträge und Seminare: "Mut zum Andersdenken" und einige Wege, zu denen ich den Mut als Begleiter nötig hatte. Im Moment lass ich noch einige Begriffe auf mich wirken. Im Februar werde ich es wissen, welchem Thema ich mehr Zeit widmen möchte. Der Gedanke mich zu beschränken erinnert mich auch daran, wie sehr Gedichte auswendig zu lernen ein wunderbarer Weg sind sich zu beschränken. |
"Mein" Barmsee in der Nähe von Mittenwald.
Es kann die Ehre dieser Welt, Wenn’s deinem Innersten gebricht Theodor Fontane |
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