September 2021 - September 2022

Viktor E. Frankl

 

Am 2. September 2022 jährt sich der Todestag von Viktor Frankl zum 25. Mal.

 

Zwischen dem Geburtstag und dem Sterbetag steht auf Grabsteinen ein Gedankenstrich.

"Es kommt nicht darauf an, wie viel Zeit man auf der Erde lebt, sondern wie viel man aus dem Gedankenstrich macht." Dieser Gedanke von Joan Erikson brachte mich auf die Idee aus dem Werk von Viktor Frankl einiges auszuwählen und mit Menschen zu teilen, die an der Existenzanalyse und Logotherapie interessiert sind.

 

Viktor Frankl hat sehr viel aus seinem "Gedankenstrich" gemacht und eine kleine Auswahl davon können Sie im Lauf des kommenden Jahres auf dieser Seite lesen. Ich wähle Gedanken aus, die nicht so bekannt sind und freue mich, wenn mich einige auf dieser "Reise zum persönlichen Sinn" begleiten.

Monatlich werden jeweils zwei Sinnimpulse auf dieser Seite zu lesen sein.


Gedanken von Viktor E. Frankl

Juli Sinnimpuls Nr. 20

„Überhaupt - was wollen Sie denn? Niemand versteht uns - - außer er kommt von selber drauf. Keiner versteht, was wir sagen oder schreiben, eh er nicht selbständig denkt, bevor er es nicht selber entdeckt und sich selber erweckt. Ist es uns anders ergangen? Wir haben doch auch erst tun müssen, was wir dachten.
Solange wir es nicht taten, waren wir nicht dahinter und wirkten wir nicht.”

Synchronisation in Birkenwald



1946 schrieb Viktor Frankl eine metaphysische Conference „Synchronisation in Birkenwald“. Das Theaterstück ist im Buch „…trotzdem Ja zum Leben sagen“ zu finden.Es wurde 1983 im Innsbrucker Landestheater in deutscher Sprache uraufgeführt und er schien im "Brenner-Verlag" in Innsbruck 1948 zum ersten Mal.

Noch fünf Sinnimpulse dann habe ich meine Idee in die Tat umsetzen können. Ja, ich  habe durch die Logotherapie selbständig denken gelernt, ohne Befürchtung, dass ich falsch liege. 

"Solange wir es nicht taten, waren wir nicht dahinter und wirkten wir nicht."

Dieser Gedanke steht nicht nur über meinen letzten 20 Jahren seit ich das TILO  mit Günter Funke gegründet habe, sondern prägt meine Arbeit.

 

Es war schon lange mein Wunsch zum 25. Todestag von Viktor E. Frankl, eine Tagung zu veranstalten, zu der jede und jeder kommen kann, der interessiert ist am "...trotzdem Ja zum Leben sagen".

UND? . . . TROTZDEM!!!

Zu diesem Anlass fragte ich im "Brenner Archiv" in Innsbruck nach, ob ich ein Exemplar fotografieren dürfte. Ich bekam es geschenkt. Der reizende Mensch, der es mir übergeben hat, wird sich über mein Berührt-Sein gewundert haben, denn mir standen Tränen in den Augen. Ja, ich stehe dazu, dass ich berührbar bin und Tränen der Freude fließen bei mir schnell. Da fiel er mir wieder ein der Gedanke von Viktor Frankl, den Sokrates in seinem Theaterstück spricht: "Solange wir es nicht taten, waren wir nicht dahinter und wirkten wir nicht."