Das große Heilmittel für sie seelische Not, dieser Zeit ist das Vertrauen.
Viktor E. Frankl
Wir hätten gerne Sicherheit, doch derzeit erleben die meisten Unsicherheit und Ungewissheit. Vertrauen und Zuversicht können wir uns nicht einreden. Niemand kann sich vor unliebsamen Überraschungen schützen, dennoch können wir die Kunst lernen, dem Leben zu vertrauen.
Was diese Kunst erfordert ist ein gewisses Realitätsbewusstsein und die Bereitschaft nachzudenken, dass es mehr gibt als das, was sich beweisen und käuflich erwerben lässt. Zuversicht ist kein Resultat von Planung und Kalkulation. Für die Zuversicht eignet sich auch kein Rezept wie für einen Kuchen. Übrigens, ob der Kuchen gelingt, liegt niemals am Rezept, sondern an den Zutaten und ob das Backrohr funktioniert. Also ist auch beim Kuchenbacken Zuversicht eine sinnvolle Begleitung.
Zuversicht und Vertrauen haben viel mit jener inneren Gewissheit zu tun, die einem keine Macht der Welt rauben kann. Die „Trotzmacht des Geistes“ und der „tragische Optimismus“ sind in der Sinnlehre von Viktor Frankl, dem Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse, wesentliche Elemente, um in schwierigen Zeiten standzuhalten.
Zuversicht ist etwas wesentlich Stärkeres als Optimismus
Es braucht einen neuen Aufbruch zur Zuversicht, denn sie hat nur wenig mit dem so genannten positiven Denken zu tun und das moderne mental Detox ist so weit von Zuversicht entfernt, wie die Erde vom Mond.
Zuversicht bedeutet, dem Leben selbst und anderen Menschen vertrauen zu lernen. Vertrauen in unsere Gemeinschaft, in unsere Demokratie ist dringend erforderlich. Auf diese Weise können wir schwierige Zeiten miteinander bewältigen. Vielleicht sollten wir uns bereits heute sagen: Wir werden es gemeinsam durchgestanden haben.
Auf die Zukunft zu bauen ist wunderbar, weil wir uns auf ein Wagnis einlassen, von dem keiner weiß wie es ausgeht – doch wir gehen gemeinsam.
Vortrag und Diskussion mit Inge Patsch
8. Mai 2026 von 19.00 Uhr
Stift Vorau >>>