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Das was hinter uns liegt und das was vor uns liegt

sind Kleinigkeiten verglichen mit dem,

was in uns liegt.

Ralph Waldo Emerson

 

Über Nacht hat es geschneit und nun meldet sich der blaue Himmel zu Wort - - - es ist ein Traum diese Landschaft zu erleben.

Ich denke, wir alle können auch etwas für unsere innere Landschaft tun. Eine Idee, die auftaucht ernst nehmen und sie umsetzen. Das wäre eine Möglichkeit.

Der Wunsch nach Sicherheit – der große Irrtum

Wir hätten so gerne Ewigkeit, Sicherheit,

Dauerhaftigkeit, Unvergänglichkeit im Besitz,

im Denken oder im Sein.

Doch unser einziger Besitz ist Veränderung.

Jean Tinguely

 

Sicherheit, sofern wir das Wort ernstnehmen, gibt es nur im Moment. Bereits der nächste Augenblick ist keineswegs sicher. In der Familie meiner Großeltern habe ich die Wucht der Ungewissheit mehrere Male bei plötzlichen Todesfällen erlebt. Meine Mutter starb ohne vorherige Beschwerden an einem Herzinfarkt von einer Sekunde auf die andere. Es ist völlig unmöglich, sich ständig bewusstzumachen, dass unser Leben nicht sicher ist.

 

Ohne Vertrauen ins Leben, ohne Zuversicht und ohne Hoffnung können wir nicht leben. Doch diese Phänomene sind nicht beweis­bar. Viel zu oft verlangen wir Messbares, das unter allen Umständen Sicherheit garantiert. Dieses Denken ist ein funktionales Maschinen­denken und hat mit menschlichem Dasein sehr wenig gemeinsam. Wenn etwas nicht absolut sicher ist, verlässt viele Menschen der Mut, Entscheidungen zu treffen. Dabei vergessen die meisten, dass messbare Sicherheit in der Vergangenheit wohnt und nicht in der Zukunft.

 

Seit zwei Jahren hält ein Virus mit seinen Veränderungen die Welt in Atem. Das Virus gibt der Wissenschaft immer neue Rätsel auf, fordert Regierungen zu Verordnungen heraus, die nur teilweise verständlich sind und verlangt von jeder und jedem, die eigene Lebenslage zu gestalten. Darüber hinaus dachten selbsternannte Gurus in sozialen Netzwerken, das Virus hätte ihnen einen Freibrief erteilt, um Dummheit zu verbreiten.

 

Könnte es sein, dass das Virus uns ALLEN eine Lehrstunde in Ungewissheit erteilt?

 

„Unser Dasein erfüllen wir mit Sinn, indem wir Werte verwirklichen!“ Nehmen wir diesen Gedanken von Viktor E. Frankl ernst, dann hat das Virus selbst keinen Sinn: Das Virus konfrontiert uns mit der Realität und es liegt an uns, derzeit mögliche Werte zu beleben und zu gestalten. Für Wissenschafter*innen liegt der Wert in der Forschung, für Politiker*innen würde der Wert in der Verantwortung für das Land liegen, das sie regieren und für die Menschen, die in Ländern mit einer demokratisch gewählten Regierung wohnen, liegt der Wert, in den realistischen Möglichkeiten, die es für jede und jeden trotz eingeschränkter Rahmenbedingungen gibt.

 

„Nicht das Beliebige,

sondern das Rechte tun und wagen,

nicht im Möglichen schweben,

das Wirkliche tapfer ergreifen,

nicht in der Flucht der Gedanken,

allein in der Tat ist die Freiheit.“

Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung

 

Was brauche ich, um das, was gut ist wahrzunehmen?

Oder klingt diese Frage zu anmaßend?

Welchen Wert, welches Herzensanliegen kann ich „tapfer ergreifen“, ohne sofort daran zu denken, dass ich zu kurz komme?

 

Also konkret für jene, die im Gedankenkarussell der Sorgen gefangen sind:

Womit kann ich mich und vielleicht auch andere von der bedrückenden Sorge befreien?

 

Sollten Sie Zeit und Interesse haben, mehr zu lesen, Sie können den gesamten Text gerne downloaden.

 

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Der Wunsch nach Sicherheit - der große Irrtum
Gedanken von Inge Patsch zur ersten Woche im Advent 2021
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